Schriber, Aussicht gerahmt.
Aussicht gerahmt.
| Info | Frauenfeld, Huber, 1976. 17 cm. 140 S. Brosch. Zustand: gut. |
| Sprache | Deutsch |
| CHF | 7,-- |
4654B.
Der im Jahr 1976 erschienene Debütroman „Aussicht gerahmt“ von Margrit Schriber erzählt in einer kühlen und rhythmischen Sprache die Geschichte einer namenlosen Ich-Erzählerin, die radikal aus ihrer Ehe und ihrer bürgerlichen Existenz ausbricht. Sie mietet ein einfaches Zimmer, um sich ganz dem Schreiben zu widmen. Das namensgebende Kernmotiv ist das Fenster, durch das sie wie eine Voyeurin das monotone Geschehen draussen, wie den Autoverkehr auf der Autobahn, beobachtet. Dieser gerahmte Blick auf die Aussenwelt spiegelt ihre innere Isolation wider. Während sie das Leben der anderen registriert, flüchtet sie in innere Dialoge zwischen aktuellen Wahrnehmungen und persönlichen Erinnerungen, wodurch sie mit Gefühlen der Fremdheit und Einsamkeit konfrontiert wird. Das Werk thematisiert so das frühe Aufbegehren einer Frau gegen gesellschaftliche Rollenmuster und markiert das Erstarken des weiblichen Selbstbewusstseins.


